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Elite/U23: SIEG durch Bosch bei Heuer-CUP!

May 27, 2019

Statement von Bosch Manuel:

 

"Das 40 Rundenrennen über 80 km ist eine richtig harte Strecke. Erstens: Es liegt so im Tal das der Wind wie in einem Kanal über die Rennstrecke fegt. Zweitens nebst sechs 90° Kurven und drei leichten Kurven auf der kleinen 2km Runde (240, 90° Kurven auf 80km), gibt es einen 40 Höhenmeter Berg, welcher jede Runde im Sprint ausgefahren wird (40 Runden x 40 Höhenmeter = 1600 Höhenmeter auf 80 km). Das Rennen wird durch die Faktoren Wind, Kurven und Höhenmeter zu einem Ausscheidungsfahren. Und man muss nebst der passenden Form, ein kompletter Rennfahrer sein.

 

Das Starterfeld; Klein nachdem nicht alle gemeldeten am Start standen nur ca. 50 Fahrer am Start. Da das Rennen zum Heuer-Cup (Baden-Würtemberger Rennserie) zählt, sind dafür die besten der einheimischen Teams, und Contifahrer da gewesen, all jene, die im Jahresklassement auf Punktjagd vorn dabei sind. Fünf Mannschaften waren gut aufgestellt. Belle Stahlbau mit Marcel Fischer, welcher heute dritter wurde und gleichzeitig der aktuelle Leader im Heuer-Cup ist. RSC Kempten die mit Steffen Greger auf Platz zwei fuhren. RSC Donaueschingen, Team Sigloch/Heilbronn, WiaWis Racing Team. Zahlreiche Einzelfahrer ergänzten mit Namen wie Kim Alexander Heiduk (Team Lotto-Kernhaus) das Feld. Mit einem Tiroler (Manuel Bosch) und somit einziger Österreicher wurde es ein internationaler Anlass. Den letzten Satz, nur ein kleiner wichtiger Scherz. ;)

 

Dank meinen letzten Jahren kenne ich bereits fast jeden Rennfahrer hier am Start. Nachdem ich in diesem Jahr einige Rennen aktiv gefahren bin und mit Resultate beendete, kennen die Mitstreiter mich bereits ebenfalls. Beim Rennen haben mich alle von Beginn an scharf beobachtet. Zurecht kleinere Ausreissversuche von mir wurden gleich neutralisiert, andere haben sie gewähren lassen und absichtlich ziehen lassen, gleichzeitig haben Teamkollegen abgeriegelt. Wenn ich ebenfalls in der Gruppe war, führte niemand mehr mit. Kurz an der Spitze am Feld angelangt, lösten sie mich extra nicht ab, selbst wenn ich auf 25 km/h gebremst habe. Es war ein Gefühl, als alle gegen mich fahren.

 

So habe ich den Spiess umgedreht, die Geraden fuhr ich elend langsam, in den Kurven Vollgas und zog gleich durch, damit ein Handorgeleffekt hinten entsteht. Am Berg fuhr ich sehr schnell und mit einem Sprint in die Abfahrt auf das Oberrohr sitzend. Diese Fahrweise führte zu mehreren Gruppen. Aus einer Spitzengruppe (14 Mann), bei welcher jeder an den Bergattacken mitgeht, ekelte ich in der  neunten Runde Ende Abfahrt weg. Als guter Roller war der Start mit den Intervallen und den Rennverlauf psychologisch (alle gegen mich) sehr unbefriedigend. Nach einer schnellen Runde konnte ich in meiner Stärke weiterfahren.

 

Von da an, fuhr ich ein Einzelzeitfahren. Es gibt nichts effizienteres wie der eigene Rhythmus. Das Publikum welches bei schönem Wetter zahlreich erschienen ist feuerte mich kräftig an, was mich noch mehr motivierte. Der Speaker erwähnte mich bei jeder Zieldurfahrt und machte fleissig Werbung für das Radteam Tirol.

Mein Bruder als Betreuer gab immer wieder die Zeitabstände durch, später noch die Rennsituationen. Ausgerissen in der neunten Runde, hiess es bei Runde dreißig; Hinten können sie nicht mehr, nur noch Sieben. Schliesslich in Runde 35. (noch 10 km bis ins Ziel) mit zwei Minuten Zeitvorsprung und nur noch drei direkte Verfolger, gaben sie hinten auf. Meine Verfolger arbeiteten lange miteinander, von jetzt an fuhren sie nur noch Mann gegen Mann um die Podiumsplatzierungen.

Ich zog mit dem gleiche Rhythmus weiter, fuhr die Kurven sicher durch und wusste, wenn ich keinen Defekt einfahre bringe ich diesen Tag ins Ziel.

In Runde 40 nach einer langen Soloflucht, ein erlösende Sieg. Nach dem Podium durfte ich meinem Dank an das Publikum richten. Voller Freude entliess mich der Veranstalter in der Hoffnung, ich trete im nächsten Jahr wieder an. Besser aber noch mit dem ganzen Team.

 

Nach einem gelungenen Frühjahr, folgten einige mässige Rennen. Letzte Woche fuhr ich leicht krank in der Tschechei die RBB-Tour, was dem Körper gar nicht gefallen hat und die Signale kamen, nimm raus erhol dich mal.

Mit weniger Trainingsumfang und mehr Erholung, konnte ich heute die Enttäuschungen von den mässigen Rennen rausfahren.", analysiert Bosch Manuel seinen zweiten Sieg der Saison 2019.

Ergebnisse unter:

www.heuer-cup.de


Nächste Rennen:
GP Südkärnten (Bergrennen Diex & Rad Bundesliga Rundstreckenrennen) 

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